Als ich heute beim Bäcker war, sprang mir das Täterfoto, das auf der Titelseite der ausgelegten Zeitungen zu sehen war, direkt ins Auge.
Mein erster Gedanke war: der sieht so unglaublich harmlos, ja sogar sympathisch aus - jung und unschuldig.
Und natürlich kam mir sofort wieder das Gespräch vom Dienstag hoch, das ich mit Kindern (nicht über 10 Jahre) über gewalttätige PC-Spiele und den Sinn und Zweck von Altersfreigaben bei Filmen gehabt hatte.
Unverständlich war den Kids vor allem, wieso man Spiele wegen blöder Musik, die da drauf wär, erst ab 18 frei geben würde. Dass man in dem betreffenden Spiel "Leute mit dem MG abballert" war für sie wirklich reine Nebensache.
Ich möchte nun den Videospiele- und Filmemachern nicht den schwarzen Peter zuschieben. Es gibt Verletzungen psychischer Natur, die wesentlich mehr unter die Haut gehen, als die mediale Verharmlosung von Gewalt. Und manch einer reagiert seinen Frust und seine Aggressionen am heimischen PC ab...(viel Diskussionsstoff- ich weiß)
Trotzdem hat es mich nachdenklich gemacht, wie unbekümmert die Kinder von heute mit derartigen Bildern umgehen.
Meine Gedanken waren, ich bin ehrlich, heute in Bezug auf Winnenden, vor allem beim Vater des Jungen, der nicht nur ein Kind verloren hat, sondern auch Mitschuld und Mitverantwortung trägt am Tod von Vielen. Er ist jedoch nur die Spitze eines Berges von Personen, die wahrscheinlich nun sehr nachdenklich sind, weil sie wissen oder fühlen, dass auch sie zu dem Geschehen ein ganz klein wenig beigetragen haben.
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